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Ihr „P“ soll eine Marke werden



Mittelfristig wollen sie mit ihrem Konzern aus der Baubranche einer der größten Arbeitgeber im Main-Taunus-Kreis werden. Es sind Wohnhäuser in Kelkheim und Niederhöchstadt sowie ein Hotel in Liederbach geplant.

Münster.  In den vergangenen Jahren hat Elvir Pacarada so viel erlebt, da kann ihn diese Aufgabe kaum schocken: Während in einem Teil des riesigen Gebäudes die Bauarbeiter das Bild bestimmen, sind nur wenige Meter weiter die Kollegen in mehreren Büros hoch konzentriert beschäftigt. Mit seiner Pacarada Group will der 33-Jährige, hier im Gewerbegebiet Münster, seine Konzernzentrale einrichten – „Business Park“ nennt sich das Projekt an der Benzstraße. Mit der Glasfassade sowie den schwarzen und weißen Elementen lässt die Animation schon sehr gut erkennen, dass der futuristische Bau ein „P“ für Pacarada symbolisieren soll. Ein Gebäude mit ganz besonderer Architektur – das ist das Ziel der Brüder Elvir und Ernest Pacarada.

Aktuell 100 Mitarbeiter

Langfristig haben beide sogar noch größere Visionen. „Mein Wunsch ist, der größte Arbeitgeber im Main-Taunus-Kreis zu sein“, gibt Elvir offen zu. Derzeit habe die Firma mit Subunternehmen rund 100  Mitarbeiter – bis zu den großen Konzernen in der Region ist es also noch ein weiter Weg. Im neuen Business-Park könnte er sich etwa 50 weitere Kräfte vorstellen, berichtet Elvir Pacarada beim Rundgang: „Wir wollen Arbeitsplätze schaffen.“ Mitte 2014 wollen die Unternehmer mit dem Bau fertig sein und werden eine siebenstellige Summe investiert haben.

Auf den rund 5800 Quadratmetern Fläche werden die Pacaradas künftig das präsentieren, womit sie Geld verdienen – viele Dienstleistungen rund ums Bauen. Beide haben in diesem Segment ganz klein angefangen – Elvir beispielsweise lernte Sanitär- und Heizungsbauer in Hofheim, sein Bruder absolvierte in Kelkheim seine Ausbildung. Als es dort keine Perspektiven mehr gab, standen sie 2002 am Scheideweg – und gründeten die Firma SHS-Haustechnik an der Bahnstraße. Schon 2003 hatten sie dort ihre erste Bäderausstellung. Weitere Präsentationen folgten.

„Um Vertrauen bei Kunden zu finden, muss man etwas zeigen“, sagt Elvir Pacarada. Platz genug gab’s 2008 an der Benzstraße, als sie das Gebäude einer insolventen Holzbau-Firma übernahmen – und zudem den Projektplaner P 3 gründeten. Im April 2012 zog der kleine Konzern komplett nach Münster – vor zehn Wochen begannen dort die großen Umbau- und Neubauarbeiten. „Wir bauen das alles selbst“, verkündet Elvir Pacarada. Zwar gibt er hier ebenfalls Subunternehmer, doch den „größten Teil bestreiten wir mit eigenen Leuten“ – von der Heizung über den Boden bis zu Fliesen und Sanitäranlagen. Diese Eigenständigkeit sei ein Vorteil gegenüber anderen Unternehmen – wobei sich Pacarada weiterhin eine starke Konkurrenz wünscht. Er selbst will mit seinem Team alles aus einer Hand anbieten, hat daher Architekten, Planer und Computerexperten beschäftigt.

Seine beiden Schwestern betreiben einen Friseursalon in Bad Soden und eine vom Unternehmen gebaute Bäckerei in der Heidesiedlung Liederbach. In der Nachbargemeinde soll an der Höchster Straße das „Pada-Hotel“ entstehen – ein Patentantrag für den Namen läuft. In Niederhöchstadt ist ein Mehrfamilienhaus mit elf Wohnungen geplant, an der Frankfurter Straße 14 in Kelkheim schließt Pacarada eine Baulücke mit drei Wohnungen vorne und zwei Doppelhaushälften hinten. Beteiligt ist er zudem am noblen Onyx-Projekt im Frankfurter Westend. HP Real Estate ist innerhalb der Pacarada Group als wirtschaftlicher Bauträger und Investor integriert. Der Schwerpunkt liegt auf Sanierungsmaßnahmen der Großimmobilien. HP ist ein Gemeinschaftsprojekt der Familien Pacarada und Hild. Mit dem „Pada Magazine“ ist ein hausinternes Magazin geplant, und unter „Pada Online“ sollen im Internet-Shopping im Fachbereich Bad, Sanitär und Heizung künftig zahlreiche Artikel zu haben sein.

(Frank Weiner)

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